Schnee

Letzte Nacht hat es geschneit. Und der Winter ist zurück. Es ist bitterkalt, als ich um sechs Uhr morgens meine Wache antrete, wir haben kurz zuvor den Anker in Hercules Bay gelichtet.

Es schneit noch immer, jedoch nicht stark. Teilweise verschleiern Schneewolken die Landschaft. Die Sicht ist begrenzt. Der Wind wirbelt einem die Flocken um die Ohren und beißt in den Augen. Doch es ist wunderschön und ich habe mit die schönsten vier Stunden dieser Reise am Ruder.

Bis auf die Geräusche des Windes und des Wassers zieht die Landschaft still vorbei. Die ganze Szenerie hat etwas mystisches. Manchmal taucht die bergige Küste nur schemenhaft aus dem Nebel, manchmal reißt der Vorhang auf und gibt den Blick frei. Der frische Schnee verzaubert diese archaische Landschaft.

Muster und Strukturen in schwarz, grau und weiß. Mal verwischt und ganz zart, mal klar und kontrastreich. Grafisch. Wie feine Zeichnungen oder alte Kupferstiche.

Es ist wunderschön und ich kann mich nicht satt sehen. Singe leise vor mich hin und genieße das Geschenk, die Schönheit dieses Morgens.

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