Leinen los

Wir sind unterwegs auf See! Endlich.

Gestern zwischen zehn und elf Uhr am Vormittag haben wir die Leinen in Stanley losgeworfen und, nachdem wir Cape Pembroke achteraus liegengelassen haben, Kurs auf Südgeorgien abgesetzt.

Leider laufen wir zunächst unter Motor.

Der stürmische Wind der letzen Tage war pünktlich zum Ablegen komplett eingeschlafen.

Zurück blieb eine unangenehme und ruppige alte See, welche zusammen mit der langen, hohen Dünung Selma stark rollen ließ und die meisten von uns in die Koje zwang.

Auf den ersten Meilen, noch in Landnähe, begleiteten uns mehrfach Gruppen von Delfinen, die in der Bugwelle der Selma tauchten, sprangen und ihren Spaß hatten. Später waren es immer wieder einzelne elegant über das Wasser segelnde Schwarzbrauenalbatrosse, kleine, wendige Cape Petrels oder große Storm Petrels.

Der Tag blieb grau, die Nacht neblig und feuchtkalt. Die Ruderwachen sind eingeteilt und werden vorerst von denen übernommen, die dazu in der Lage sind, die Bordroutinen müssen sich erst langsam entwickeln.

Die Flaute wird uns leider noch etwas begleiten, erst ab Mittwoch Abend soll der Wind etwas auffrischen. Die alte See nimmt langsam ab und wir motoren mit fünf Knoten, Kurs 100 Grad Südgeorgien entgegen.

800 Seemeilen liegen vor uns.

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