Eine Woche unterwegs

Eine Woche unterwegs

Seit einer Woche sind wir in Südgeorgien und entlang der Nordostküste unterwegs. Angekommen im Nordwesten des Archipels in der Right Whale Bay haben wir uns langsam ostwärts gehangelt. Von Bucht zu Bucht, von Ankerplatz zu Ankerplatz. Ein Ort schöner als der andere. Alle besonders, beeindruckend, voller Leben, oft eingebettet in eine spektakuläre Landschaft. Und wir hatten, seit wir hier sind, mehrheitlich unverschämtes Wetterglück: fünf Tage Sonne am Stück, teilweise kaum Wind – zwar nicht unbedingt perfekt zum Segeln, aber optimal für Anlandungen mit dem Dinghi und ausgedehnte Aktivitäten an Land.

Reiche, volle Tage liegen hinter uns.

Unzählige Beobachtungen, berührende Momente und Begegnungen mit der faszinierenden Tierwelt. Spektakuläre Aussichten, Blicke und Wanderungen in dieser einmalig schönen Landschaft. Immer wieder auch die Zeugnisse und Relikte der kurzen, aus heutiger und ökologischer Sicht meist wenig rühmlichen Epoche menschlicher Anwesenheit – in Form der Überreste der alten Walfangstationen – in Prince Olav Harbour, Stromness oder Leith.

Eine sehr intensive Zeit. So viele neue und außergewöhnliche Eindrücke jeden Tag, dass es schwer fällt, diese noch aufnehmen zu können.

Meine „Festplatte“ ist zumindest momentan ganz schön voll und mein Kopf braucht ein wenig Ruhe und Pause, um all dies sortieren und verarbeiten zu können.

Und so gönne ich mir an diesem Tag eine kleine Auszeit, allein, auf einer Wanderung in Moltke Harbour, Royal Bay.

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